Schon länger kann man beobachten, wie in Döse kleinteilige Bebauung durch wuchtige Appartement-Blöcke ersetzt wird. Investoren kaufen mehrere benachbarte Ein- und Zweifamilienhäuser, reißen diese ab und errichten dort große, voluminöse Bauten. So aktuell am Strichweg, Ecke Strandstraße. Vier kleine Häuser (ein- und zweistöckig) werden abgerissen und ein massiv wirkendes Appartement-Hotel mit vier Vollgeschossen und ausgebautem Dachgeschoss gebaut.

Das Problem daran ist, dass Döse so seinen dörflichen Charakter immer mehr verliert mit immer weniger Bewohnern und entsprechend ausgedünnter Infrastruktur. Deshalb hat die AfD versucht, das Bauvorhaben in dieser Dimension zu verhindern, doch so wie bisher immer: von den Blockparteien abgelehnt.

Dabei ist besonders ärgerlich, dass es sehr wohl eine Möglichkeit dafür gibt. Der Baudezernent argumentiert, dass der Bauantrag nach § 34 Baugesetzbuch zu genehmigen sei, weil sich dieses wuchtige Gebäude -vereinfacht ausgedrückt- in die bestehende Bebauung einfügen würde. Doch das kann man auch ganz anders sehen: Das Gebäude Strichweg – Ecke Bei der Kirche (das mit der Sparkassenfiliale) hat auf der Ecke fünf Vollgeschosse, es schließt sich ein Gebäudeteil mit vier Etagen an, dann kommen Gebäude mit drei Geschossen und die abzureißenden Häuser hatten zwei oder nur eine Etage. Das betr. Grundstück ist ein Eckgrundstück, an das sich in der Strandstraße ebenfalls ein- und zweistöckige Bebauung anschließt. Daher hat die AfD mehrfach deutlich gemacht, dass sie zwei-, maximal dreigeschossige Bebauung als sich in die bestehende Bebauung einfügend ansieht.

Dafür wurden die AfD Ratsleute sowohl von der Verwaltung als auch von den etablierten Parteien kritisiert, ja sogar verhöhnt und verspottet. Diese wuchtige Bebauung sei angeblich alternativlos, alle dagegen vorgetragenen Argumente haben sie einfach vom Tisch gewischt. Sie baten den Investor, doch bitte zu prüfen, ob die Bebauung an einer Seite nicht etwas niedriger sein könne. Eine völlig unverbindliche Bitte, die das Versagen der etablierten Parteien in dieser Angelegenheit deutlich zeigt.

Auch wenn das frustrierend ist geht der politische Kampf natürlich weiter, die AfD wird sich weiter dafür einsetzen, dass Döse nicht noch mehr zu einem reinen Touristenort mit massivster Bebauung wird.