Mit dem Einstieg in eine Transferunion hat die CDU eine weitere zentrale konservative Position aufgegeben. Nach allen Beteuerungen insbesondere bei der Einführung des Euro, dass es keine Vergemeinschaftung von Schulden geben werde folgt jetzt die Kehrtwende um 180 Grad. Der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Bundestagsfraktion sagte: „Die EU ist eine politische und wirtschaftliche Union, dazu gehören natürlich auch gemeinsame Schulden.“

Diesmal werden die zusätzlichen Schulden besonders raffiniert versteckt: die EU soll die 500 Milliarden Euro als Zuschuss, sozusagen als Geschenk auszahlen. Da sie das Geld natürlich nicht hat, leiht sie sich es an den Finanzmärkten mit einer gemeinsamen Haftung aller EU-Länder. Das heißt im Klartext: Wenn ein Land nicht zahlt, können die Gläubiger Deutschland für dessen Zahlungsverpflichtung zur Kasse bitten!

Die AfD macht das nicht mit und lehnt eine Schuldenunion strikt ab. Wirtschaftliche Kooperation ist sehr sinnvoll und zu befürworten, aber jede Nation muss eigenständig und eigenverantwortlich bleiben in einem Europa der Vaterländer!

https://www.zeit.de/politik/deutschland/2020-05/cdu-praesidium-europa-angela-merkel-schulden