Am 5. Mai 2020 staunten einige nicht schlecht: das Bundesverfassungsgericht hatte geurteilt, dass ein wesentlicher Teil der expansiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank „kompetenzwidrig“ sei. War dieses Urteil doch so etwas wie ein Hoffnungsschimmer am Horizont, dass es mit negativen Zinsen, de-facto-Enteignung von Kleinsparern und privater Altersvorsorge sowie mit der Überhitzung des Immobilienmarktes nicht so weitergehen würde.

Doch wieder einmal wurden sämtliche Hoffnungen enttäuscht, das Establishment hat es so hingebogen, dass alles nahezu unverändert weitergehen kann. Die dabei gewählten Worte zeigen deutlich, wie realitätsfern und völlig abgehoben die Herrschenden sind: die Verluste für die Sparer durch die Abschaffung der Zinsen seien „vernachlässigbar“.

Noch besser wird die Begründung bei Beurteilung der Staatsverschuldung: „Es gibt keine Anzeichen, die darauf hindeuten, dass sich Staaten aufgrund gefallener Renditen übermäßig am Kapitalmarkt verschulden.“ Griechenland hat sich mit etwa 180% seines Bruttoinlandsprodukts verschuldet, Italien mit ca. 135%. Um diese Schulden zurückzuzahlen, müssten diese Länder umgerechnet über ein bzw. fast zwei Jahre lang ihre gesamte Wirtschaftsleistung aufwenden. Ein Ding der Unmöglichkeit, die Maastricht-Kriterien erlauben maximal 60%, aber das dreifache des zulässigen soll nicht übermäßig viel sein?

Daran sehen Sie, wie Sie das Establishment unentwegt hinter die Fichte führt! Nur mit der AfD wird es eine Rückkehr zu vernunftbasierter Wirtschafts- und Finanzpolitik mit einer stabilen Währung geben. Der Euro in seiner jetzigen Form ist gescheitert und die Folgen zeigen sich auch bei uns im Landkreis Cuxhaven sehr deutlich, gerade Sparkassen und Genossenschaftsbanken leiden besonders darunter.

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/urteil-zur-geldpolitik-die-ezb-scheint-aus-dem-schneider-16890954.html