Am vergangenen Freitag wurde mitgeteilt, dass das Baden in der Grimmershörnbucht und am Sahlenburger Strand wegen erhöhter Bakterienbelastung verboten sei, während die Sandstrände in Döse und Duhnen nicht betroffen seien. Das war von Anfang an merkwürdig: auf der einen Seite der Kugelbake soll das belastete Wasser sein, in dem das Baden gefährlich ist, während man wenige Meter weiter bedenkenlos schwimmen kann? Dann fließt das Wasser ab, und bei der nächsten Flut wieder das gleiche Bild, das ganze Bakterien-reiche Wasser fließt dann zur einen Seite unseres Wahrzeichens, während auf der anderen Seite Bakterien-armes Wasser aufläuft?

Diese Zweifel stellten sich als berechtigt heraus, sie wurden sogar noch von der Realität übertroffen: die belasteten Proben wurden am Dienstag, den 18.08. gezogen, am darauffolgenden Freitag stand fest, dass die aus Grimmershörn und Sahlenburg über den Grenzwerten lagen. Entsprechend wurde an diesem Freitag das Baden an den beiden Stränden verboten und neue Proben gezogen. Am Sonntag stand deren Ergebnis fest: alles okay, die Badeverbote wurden wieder aufgehoben.

Das ist ein weiteres Beispiel, wie kurzsichtig die Etablierten auch in der Lokalpolitik auf Sicht fahren und ohne belastbare Grundlage die Rechte der Bürger einschränken. Weil eine einzige (!) Probe aus der Grimmershörnbucht einen Grenzwert überschritt, wurde für die gesamte Bucht ein dreitägiges Badeverbot verhängt. Deutlich wird auch, dass diese Maßnahme nichts, aber auch rein gar nichts gebracht hat. Als am Dienstag und vielleicht auch noch am Mittwoch oder Donnerstag die eine oder andere Bakterie zu viel im Wasser war, war reger Badebetrieb in der Bucht. Als dann am Freitag das Wasser nachweislich wieder unbedenklich war, wurde hingegen das Badeverbot erlassen! Da könnte man meinen, gibt es die eine oder andere kritische Frage der Lokalpresse, aber nichts dergleichen, die bejubelt diesen Quatsch und kritisiert die angeblich so böse AfD.