Die Idee klingt gut: umgangssprachlich als „Abfallprodukte“ aus der Landwirtschaft bezeichnete Gülle und Mist werden vergoren. Dabei entsteht Methangas, das ins Gasnetz eingespeist wird. Also aus „Abfall“ natürliche Rohstoffe gewinnen, besser geht es doch kaum, könnte man meinen. So ist es in Hemmoor geplant, dort soll eine solche Biogas-Anlage gebaut werden.

Doch bei näherer Betrachtung ergibt sich ein anderes Bild. Diese Technologie lässt sich nicht wirtschaftlich betreiben sondern nur mit Hilfe von Subventionen. Das heißt nur durch Ihre Steuern wird dieser Betrieb errichtet und künstlich am Leben gehalten, das ist Planwirtschaft pur!

Im Detail zeigen sich weitere interessante Fakten: Bei der Vergärung von Bio-Substraten zu Biogas in luftdichten Gärbehältern entsteht neben dem erwünschten Methangas auch Kohlendioxid, und zwar je nach Verfahren zwischen 20 und 50 Volumen-Prozent! Sonst als Klimakiller verteufelt, soll das durch diesen Prozess erzeugte CO2 jetzt auf einmal völlig unproblematisch sein? Das erwünschte Fermentationsprodukt Methan steht im Verdacht, als langlebiges „Treibhausgas“ den Strahlungshaushalt der Atmosphäre 25mal so stark wie Kohlendioxid anzutreiben. Die „Abfallstoffe“ der Biogasanlage, also Schlamm und Gärreste sind reich an organischen Stoffen und führen bei Verschmutzung in Flüssen und Bächen zu deren Eutrophierung (Nährstoffanreicherung), was sich negativ auf die Tierwelt auswirkt und zu Fischsterben führen kann. Und wenn neben Gülle und Mist auch Mais mit vergoren wird, ergibt sich ein weiteres Problem, dann fördert man Monokulturen und entzieht diese Flächen der Lebensmittelproduktion.

Diese Fakten sind politisch nicht gewünscht und kommen daher wenig bis gar nicht in etablierten Medien vor. Die örtlichen Gegebenheiten passen auch nicht, man kann nicht ein 140-Einwohner-Bauerndorf mit einem enormen LKW-Verkehrsaufkommen belasten, weil für die Anlage tagtäglich Gülle und Mist aus bis zu 80 km Entfernung herangekarrt werden muss, ebenso wie das Abfahren der stetig anfallenden Produkte.

Für die AfD ist daher völlig klar: NEIN zu dieser Anlage!