Was sich auf den ersten Blick für manche wie eine maßlose Übertreibung anhört ist sachlich fundiert. 60 Jahre nach dem Bau der Berliner Mauer beträgt die Staatsquote in Deutschland laut statistischem Bundesamt mittlerweile (im Jahr 2020) etwa 51,3%, über die Hälfte der Wertschöpfung in Deutschland erfolgt staatlich gelenkt, mit weiter steigender Tendenz. Die große Mehrheit der etablierte Parteien will die Steuern und Abgaben weiter erhöhen oder hat dies sogar schon beschlossen, meist verpackt in Begriffe wie „CO2-Bepreisung“ oder „Reichensteuer“.

Der Strompreis für Privatverbraucher setzt sich aktuell zusammen aus unter Anderem über 20% EEG-Umlage, 19% Mehrwertsteuer, knapp 7% Stromsteuer, ca. 5% Konzessionsabgaben für die Kommunen (abhängig von deren Größe) und über 3% weitere Umlagen (Offshore-Netzumlage, Umlage für abschaltbare Lasten, Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz-Umlage, usw.). Damit sind auch hier wieder über 50% staatlich gelenkt, von Politikern beschlossen, also ebenfalls im Grunde mehr Plan- als Marktwirtschaft.

Beim Benzin ist es noch deutlicher, da gehen fast zwei Drittel des vom Privatkunden gezahlten Preises an den Staat. Welche Ausmaße diese ausufernde Staatswirtschaft hat wird auch daran deutlich, dass etablierte Politiker die soziale Problematik hoher Strompreise mittlerweile erkannt haben und auf die Idee gekommen sind, die Abgaben auf Benzin weiter zu erhöhen (obwohl dies natürlich auch sozial problematisch ist), um mit diesem zusätzlichen Geld die Abgaben auf Strom nicht so stark steigen zu lassen.

Ein weiteres Beispiel ist die Subventionierung von Elektroautos. Der Staat gibt beim Kauf eines solchen bis zu 6000 Euro dazu. Beachtenswert ist die Bezeichnung „Innovationsprämie“. Nicht der freie Markt, sondern Politiker legen fest, was eine Innovation ist und versuchen, diese mit viel staatlicher Einflussnahme (Zahlen von Subventionen, Festlegen niedrigerer Grenzwerte, Erlass von Verboten, usw.) durchzusetzen.

Das ist reine Planwirtschaft und hat mit freiem Markt rein gar nichts zu tun. Doch selbst die FDP hält sich mit Kritik daran sehr zurück, schließlich wird dieser Irrsinn mit dem Argument „Klimaschutz“ energisch verteidigt. Daher ist es letztendlich wieder nur die AfD, die sich ohne wenn und aber dagegen stellt und die Rückkehr zu einer vernunftbasierten Politik fordert. Natürlich steht es jedem Bürger frei, auf geringe CO2-Emissionen zu achten oder diese auf Null zu bringen, nur dies größtenteils planwirtschaftlich zu erzwingen ist völlig falsch.