Das Sterben der Landwirte

++Pressemitteilung++

Armin-Paulus Hampel und Jens Kestner, niedersächsische AfDBundestagsabgeordnete, zu den Protesten der niederländischen Landwirte und den Sorgen niedersächsischer Landwirtschaftsbetriebe

Stirb langsam, Landwirt!

Armin-Paulus Hampel: „Niedersachsens Landwirtschaft genießt mein vollstes Vertrauen!“

Jens Kestner: „Während Frau Otte-Kinast abwartet, sterben immer mehr landwirtschaftliche Betriebe in Niedersachsen“

Während bundesweit Landwirte mit etwa 20.000 grünen Kreuzen auf Äckern auf ihre Existenzangst aufmerksam machen, wurden die Landwirte in den Niederlanden in Sorge um den Erhalt ihrer Betriebe aktiver. Mehr als 2.000 niederländische Landwirte fuhren auf Traktoren Richtung Den Haag und sorgten für einen Stau mit einer Gesamtlänge von mehr als 1.000 Kilometern. Sie wehren sich dagegen, durch immer neue und kostenintensivere Vorgaben der EU als „Haupttäter“ für Umweltprobleme wie Klimawandel und zu hohen Stickstoffausstoß verantwortlich gemacht zu werden. In Deutschland, insbesondere in Niedersachsen, dem wichtigsten Agrarflächenland, ist es noch ein stiller und politikverdrossener Protest mit grünen Kreuzen auf den Äckern, obwohl dort das Höfe-Sterben längst bittere Realität ist.

Armin-Paulus Hampel: „Tierwohl-Debatten, Preisdruck aus dem Einzelhandel, Dürreschäden und die neue Düngeverordnung haben schon jetzt für den Untergang vieler teils seit Generationen betriebener landwirtschaftlicher Betriebe geführt. Medial werden immer wieder Landwirte als „Umweltsünder“ und „Tierquäler“ gebrandmarkt, während die grüne Krawattenträger-Lobby in Brüssel mit ständig neuen und kostenintensiven Verordnungen die landwirtschaftliche Tradition Niedersachsens ausblutet. Mental sind die niederländischen Landwirte schon einen Schritt weiter als ihre niedersächsischen Kollegen, denn natürlich sind die 20.000 grünen Kreuze ein Hilferuf, aber wenn er gehört werden will, braucht es mehr Aufmerksamkeit seitens der Bevölkerung. Das stille Höfesterben muss

Jens Kestner Mitglied des Deutschen Bundestages
jedenfalls ein schnelles Ende finden, denn Niedersachsens Landwirtschaft ist unser aller Nutzen und genießt mein vollstes Vertrauen!“ stellt Hampel fest.

Jens Kestner: „Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Otte-Kinast kann man nun wirklich nicht als mutige Schützerin der niedersächsischen Landwirtschaft bezeichnen. Ihr ewiges Motto „Abwarten!“ hat schon jetzt Familienbetriebe in den Ruin begleitet, weil sie, Hand in Hand mit Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner und Bundesumweltministerin Schulze durch das Agrarpaket für mehr Umwelt- und Tierschutz das Fass zum Überlaufen gebracht hat. Das Vertrauen in unsere Landwirtschaft wird durch die Politik und die medialen Handlanger immer mehr erschüttert. Das muss ein Ende haben. Mein Respekt gilt all‘ den vielen niederländischen Landwirten, die keinen anderen Ausweg aus der Misere sehen, als laut und sichtbar auf ihre Ängste aufmerksam zu machen. Die grünen Kreuze auf Niedersachsens Äckern sind gut und wichtig, aber ich fürchte, dass es mehr Protest braucht, um europaweit gehört zu werden!“ konstatiert Kestner.

Berlin, 02.10.2019