Die Wut der Presse

Die Lokalpresse ist außer sich vor Wut: Die in der Grimmershörnbucht angebrachten Aufkleber, auf denen in arabischer Sprache „Geh zurück in dein Heimatland“ steht, seinen „Hassbotschaften“ und „fremdenfeindlich“.

Weder das eine noch das andere trifft so pauschal zu, sondern man muss unterscheiden. Wenn jemand politisch verfolgt wurde und ihm Deutschland Asyl gewährt hat, dann darf er natürlich bleiben. Wenn jemand aber, wie die allermeisten Flüchtlinge wegen des Krieges in der Heimat nach Deutschland gekommen sind, dann geht man davon aus, dass sie nach dem Ende des Krieges sehr wohl in ihre Heimat zurückkehren, zumindest ist das das politische Ziel der AfD. Dort werden diese Menschen auch gebraucht, um ihr Heimatland wieder aufzubauen.

Im Übrigen ist das auch erstaunlich: Gegen die in viel größerer Stückzahl von politisch links stehenden angebrachten Aufklebern liest man fast nie etwas in der Lokalzeitung. Genauso wenig gegen die sehr hässlichen Graffiti und Schmierereien mit ähnlichem Inhalt. Aber wenn die Flüchtlingspolitik der Bundeskanzlerin oder die tendenziöse Berichterstattung in den Medien kritisiert wird, dann wird sehr ausführlich berichtet, sowohl auf der Titelseite als auch im Lokalteil. Damit stellt diese Zeitung einmal mehr unter Beweis, dass der auch gegen sie gerichtete Vorwurf voll berechtigt ist. Wenn man einen Teil der Wahrheit ausführlich darstellt und einen anderen Teil verschweigt, dann lügt man zwar nicht, zeichnet aber ein Bild, das nicht der Realität entspricht und einer Lüge sehr, sehr nahe kommt.