Ende des Kriegseinsatzes in Afrika

„Holt unsere Soldaten aus Afrika zurück!“
Jens Kestner, AfD-Bundestagsabgeordneter und Mitglied im Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestages, fordert Ende der Bundeswehr-Beteiligung an Minusma-Aktion
„Macht endlich Schluss mit der gescheiterten UN-Mission Minusma in Mali unter Beteiligung von über 1.000 Bundeswehrsoldaten und holt sie zurück nach Deutschland! Die jüngsten schweren Angriffe der Terrormiliz ‚Islamischer Staat’ mit über 50 Toten im Norden des afrikanischen Landes haben doch erneut gezeigt, dass die ganze UN-Mission nichts Entscheidendes zur wirklichen Befriedung vor Ort beigetragen hat. Auch das innenpolitisch motivierte Schaulaufen der Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (AKK), die Mali unlängst besuchte, kann von der Misere nicht ablenken. Einmal mehr fordere ich darum die sofortige Beendigung der deutschen Beteiligung an diesem gefährlichsten Auslandseinsatz der Bundeswehr. Er liegt nicht in unserem Interesse!“ Das erklärte Jens Kestner, Mitglied im Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestages, heute in Berlin.
„Außer Reformankündigungen hat AKK nur heiße Luft geliefert“
„Frau AKK sollte lieber die ausgelaugten Kräfte unserer maroden Armee zu einer Konzentration des Wiederaufbaus der Bundeswehr im eigenen Lande nutzen. Außer blumigen Reform-Ankündigungen hat die überfordert wirkende Verteidigungsministerin hier noch nichts in die Wege geleitet. Es ist unverantwortlich, unsere Soldaten in Afrika in Einsätzen zu belassen, bei denen schon allein die mangelhaften Zustände beim Transport, der Versorgung und der Unterbringung zum afrikanischen Himmel stinken. So kann man mit Staatsbürgern in Uniform nicht umgehen!“
Kestner: “Die Mali-Mission dient französischen Kolonialinteressen“
Jens Kestner
Mitglied des Deutschen Bundestages
„Generell ist zum verfehlten Mali-Einsatz der Bundeswehr zu sagen, dass die übergeordneten Ziele der Bundesregierung bei dieser Operation zu undefiniert sind und ein originär deutsches Interesse nicht erkennbar ist. Die von der GroKo vorgeschobene Behauptung, dass unsere Beteiligung an der UN-Mission notwendig sei, um Terrorismus, Kriminalität und Verarmung zu bekämpfen, ist eine grobe Irreführung. Wie bekämpft man Verarmung mit Soldaten? In Wahrheit geht es in Mali um alte französische Kolonialinteressen, die mit deutscher Militärbeteiligung verteidigt werden, z.B. die weitere Ausbeutung dortiger Uranbergwerke zur Versorgung französischer Kernkraftwerke.“
Berlin, 05.11.2019