Es wird schwieriger mit der Versorgung durch die Tafeln

Armin-Paulus Hampel                                                    Jens Kestner
Mitglied des Deutschen Bundestages                          Mitglied des Deutschen Bundestages
++Pressemitteilung++
Armin-Paulus Hampel und Jens Kestner, niedersächsische AfD-Bundestagsabgeordnete, zu den deutlich gestiegenen Nutzer-Zahlen bei den TAFELN
Tischlein deckt nicht!
Armin-Paulus Hampel: „Das vorgegaukelte Wohlgefühl entpuppt sich als Scherbenhaufen einer verlogenen Politik!“
Jens Kestner: „Jeder betagte TAFEL-Nutzer wird immer weniger in der Tüte haben, weil immer mehr junge durchtrainierte Männer in „sicheren Häfen“ ankommen!“
1964 kamen in Deutschland mit 1,36 Millionen Kindern so viele Kinder wie nie zuvor auf die Welt. Die seinerzeit Geborenen kommen nun ins Rentenalter oder haben diesen Status bereits erreicht. Allerdings können viele Rentner den wohlverdienten Lebensabend nicht genießen, weil die Rente kaum zum Überleben reicht. Immer mehr alte Menschen sind auch in Niedersachsen auf die „TAFELN“ angewiesen, wo sie sich mit Lebensmitteln, deren Mindesthaltbarkeitsdatum erreicht oder überschritten ist, versorgen können. Von 2017 zu 2018 ist die Zahl der alten Menschen, die zu den TAFELN gehen (aktuell 1,65 Millionen), um zwanzig Prozent gestiegen. „Diese Entwicklung ist alarmierend. Sie ist erst der Anfang. Altersarmut wird uns in den kommenden Jahren mit großer Wucht überrollen“, warnt Jochen Brühl, der Vorsitzende von Tafel Deutschland e.V. Auch immer mehr Kinder und Jugendliche sind auf Unterstützung durch die TAFELN angewiesen. Ihr Anteil beträgt 30 Prozent bei einer Steigerung von mehr als 10 Prozent zum Vorjahr. Was die Hilfe für alte und bedürftige Menschen oftmals zum Scheitern bringt, ist die extreme Zunahme der nicht deutschen TAFEL-Nutzer. Bereits 2016 wurde das Ergebnis einer Umfrage des »Bundesverbandes Deutsche Tafel e.V.« veröffentlicht, die für Niedersachsen eine Zunahme von 24,1 Prozent, sowie einen vermuteten Gesamtanteil von zirka 60 Prozent nicht deutscher TAFEL-Nutzer beschrieb. Heute, im Jahre 2019, sind immer mehr alte Menschen auf die TAFELN angewiesen, weil die Rente oder ergänzende Grundsicherung nicht ausreicht, um einen würdevollen Lebensabend zu verleben. Auch die Zahl der nicht deutschen jugendlichen TAFEL-Nutzer ist drastisch angestiegen. Einen Kampf um jährlich circa 265.000 Tonnen
Jens Kestner
Mitglied des Deutschen Bundestages
Lebensmittel werden die alten, gebrechlichen und verängstigten Alten nicht gewinnen können. Viele von ihnen wagen es nicht, sich inmitten oft wenig respektvoller junger Asylbewerber in die Schlange zu stellen.
Armin-Paulus Hampel:
„Seit Jahren gaukelt die etablierte Politik der Gesellschaft ein „Wohlgefühl“ vor, in dem die Wirtschaft brummt, die Alten allesamt glücklich sind und das Miteinander von Asylbewerbern und Rentnern ein wunderbares harmonisches Gefüge sei, in dem alle voneinander profitieren können. Dieses Gauklerstück wird nun immer mehr von der Realität eingeholt – und nackte Zahlen beweisen, dass längst ein immer stärker und brutaler werdender Verteilungskampf um Lebensmittel und Kleidung begonnen hat. 30 Prozent aller TAFEL-Nutzer sind Jugendliche und Kinder. Eine Zunahme der TAFEL-Nutzer in Niedersachsen um fast ein Viertel zum Vorjahr ist dermaßen dramatisch, dass jedes Geschwafel, das aus dem Sozialministerium in die Luft geblasen wird, unangenehm nach verfälschter Wahrheit riecht. Die Wahrheit ist: Viele alte Menschen trauen sich nicht, sich an den TAFELN zu versorgen, weil sie Angst haben, zur Seite geschubst zu werden. Dass es in Niedersachsen überhaupt den so extremen Bedarf an ehrenamtlichen TAFEL-Einrichtungen gibt, sollte jedem verantwortlichen Politiker die Schamesröte ins Gesicht treiben. Und nun, mit dem Propagieren von „sicheren Häfen“ für meist junge durchtrainierte Asylbewerber, wird sich die Situation zu Ungunsten bedürftiger alter Deutscher nochmals verschärfen. Ein trauriges Bild, das Niedersachsen abliefert!“ urteilt Hampel.
Jens Kestner:
„Jochen Brühl, der Vorsitzende von Tafel Deutschland e.V., kritisierte, dass die Entwicklung der steigenden Bedürftigkeit seit zehn Jahren absehbar war und dass die TAFELN eine Art Seismograf der Gesellschaft seien. Er hat vollkommen recht, denn von den bundesweit zirka 60.000 TAFEL-Mitarbeitern sind nur 6 Prozent unter 30 Jahre alt. Nur eine verschwindend geringe Zahl jener Jugendlichen, die in Deutschland um Hilfe bitten, ist bereit, selbst einen Beitrag zur Hilfe zu leisten. Da es in Niedersachsen, wie im ganzen Bundesgebiet auch, keinen plötzlichen, signifikanten Anstieg an verfügbaren Lebensmitteln für die TAFELN gibt, ist es leider offensichtlich: In jeder Tüte, die ein bedürftiger Rentner mit nach Hause nehmen darf, wird immer weniger Inhalt sein. Durch immer mehr junge Menschen, die sich neu in Deutschland aufhalten, schlägt die Nadel auf dem gesellschaftlichen Seismografen immer weiter in den tiefroten Bereich. Die Gesellschaft verändert sich, die niedersächsische Landesregierung ist mit sich selbst beschäftigt und die wirklich Bedürftigen werden von der etablierten Politik im Stich gelassen. Armes Niedersachsen, armes Deutschland!“ stellt Kestner fest.
Berlin, 20.09.2019