Herr Altmaier: Wann erlösen Sie uns von Ihren Übel

++Pressemitteilung++

Armin-Paulus Hampel und Jens Kestner, niedersächsische AfDBundestagsabgeordnete, zu dem Lockangebot der Bulgaren, das neue VWWerk nicht in der Türkei zu bauen

Noch ein Linsengericht, Herr Altmaier?

Armin-Paulus Hampel: „Wirtschaftssaboteure wie Herr Altmaier sollten lieber im stillen Kämmerlein mit batteriebetriebenen Spielzeugautos spielen!“

Jens Kestner: „Ideologisch getriebene verantwortungslose Politiker baden lieber in Weihrauch, statt für den Erhalt hunderttausender Arbeitsplätze zu kämpfen!“

Volkswagen will für eine Milliarde Euro ein neues Werk mit einer geplanten Jahreskapazität von 300.000 Fahrzeugen und rund 4.000 Beschäftigten bauen. Baubeginn 2020 und ab dem Jahr 2022 sollen die ersten hochmodernen Verbrenner-Modelle vom Band laufen. Eine unerwartete Belebung des Arbeitsmarktes in Deutschland? Eine kontramediale Entscheidung des Konzerns pro deutscher Ingenieurkunst? Leider nicht, denn VW-Vorstandschef Diess wollte die neuen Passat und Skoda-Modelle eigentlich in der Türkei produzieren lassen, weil hierzulande die Politik weniger auf deutsche Hochtechnologie, denn auf Greta-Philosophie setzt. Nun sind aber die Türken in Syrien einmarschiert – und plötzlich ist der alte Standort-Bewerber Bulgarien wieder im Gespräch und lockt mit einer Verdoppelung vorgeschlagener Subventionen in Höhe von nun 250 bis 260 Millionen Euro, so der Präsident des bulgarischen Automobilclusters in Sofia. Am bisherigen deutschen Produktionsstandort Emden dürfen dann künftig E-Modelle vom Band laufen, die niemand will und die viel weniger qualifiziertes Personal benötigen. Sofia hat vielleicht Grund zum Feiern, während die Mitarbeiter an deutschen Standorten fürchten müssen, ihre Eigentumswohnungen oder private Rentenverträge nicht mehr lange bezahlen zu können.

Armin-Paulus Hampel: „Als Niedersachse – und als Deutscher mache ich mir Sorgen, wohin der Irrweg der deutschen Politik führen wird, wenn immer mehr Schlüsselindustrien ins

Jens Kestner Mitglied des Deutschen Bundestages
Ausland verlagert werden. Volkswagen ist es sehr wohl bewusst, wie unerreicht und weltweit führend deutsche Motorentechnologie ist, aber man weiß bei VW eben auch, dass ein im Ausland verdienter Euro besser als gar kein verdienter Euro ist. Diese für unsere Heimat hochdramatische Wirtschaftslogik haben jene politischen Totengräber zu verantworten, die mit Verantwortung tatsächlich wenig am Hut haben. Wirtschaftssaboteure wie Herr Altmaier sollten lieber im stillen Kämmerlein mit batteriebetriebenen Spielzeugautos spielen, statt sich anzumaßen, mit ideologischem Sperrmüll deutsche Industriestandorte zuzupflastern. Wenn Volkswagen eine Milliarde im Ausland investiert, ist das eine verlorene Milliarde und sind es 4.000 Arbeitsplätze, die Niedersachsen dann mit Wehmut und Trauer aus der Ferne betrachten darf!“ so Hampel.

Jens Kestner: „Die Bulgaren rechnen vor, dass sie sogar 800 Millionen Euro anbieten, wenn man die Infrastruktur, etwa die Anbindung an die Schiene, an die Autobahn und die U-Bahn, hinzurechne. Das alles nur, damit sich Volkswagen mit dem neuen Produktionsstandort für Verbrenner-Modelle nicht für die Türkei und schon gar nicht für Deutschland entscheidet. Und was bietet Deutschland, was bietet Niedersachsen an, um eine Technologie im Land zu halten und um Arbeitsplätze zu garantieren? Die Frage, ob es der Standort Türkei oder der Standort Bulgarien wird, ist an sich schon perfide, denn der Ausverkauf deutscher Wirtschaftskraft ins Ausland erfolgt lediglich, weil ideologisch getriebene und verantwortungslose Politiker lieber in Weihrauch baden, statt um hunderttausende Arbeitsplätze zu kämpfen, die hier im Land verlorengehen werden. Bundes- und Landesregierung opfern hingegen deutsche Arbeitsplätze auf einem Altar, den Brüssel, Luxemburg und ein kleines schwedisches Mädchen gemeinsam gebastelt haben!“ konstatiert Kestner.

Berlin, 16.10.2019