Proteste der“Gutmenschen“

Von einer hessischen Kleinstadt wird aktuell viel berichtet, zum Beispiel im unten verlinkten Artikel. Ein „Asylantenhasser“ habe dort auf einen Mann aus Eritrea geschossen und ihn schwer verletzt. Seitenlang wird über die Hintergründe spekuliert, der Wirt seiner ehemaligen Stammgaststätte befragt, und so weiter. Was wäre, wenn es umgekehrt gewesen wäre, wenn ein Mann aus Eritrea auf einen Deutschen geschossen hätte?

Dann gäbe es höchstens eine kurze Meldung, dass ein „Mann“ auf einen anderen geschossen hätte (wieder einmal die bösen „Männer“) und das wars. Kein Wort zu möglichen Hintergründen, höchstwahrscheinlich wäre noch nicht einmal die Nationalität des Täters genannt worden. Kaum einer der jetzt demonstrierenden Gutmenschen wäre dann auf die Straße gegangen. Es hätte keine seitenlangen Artikel und Reportagen darüber gegeben, wie verrückt es ist, dass „Schutzsuchende“ in Deutschland aufgenommen und versorgt werden und sich manche mit schwerster Kriminalität bei den ihnen Schutz gewährenden bedanken.

Dieses Messen mit zweierlei Maß offenbart die Denkweise vieler Gutmenschen: Bei deutschen Opfern ist es offenbar nicht so schlimm, die werden als unvermeidbare Kollateralschäden hingenommen. Aktiv werden sie nur, wenn einem unter ihr Helfersyndrom fallenden Neubürger etwas passiert, dann wird heftig protestiert.

https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/region-und-hessen/schuetze-von-waechtersbach-redete-ueber-tat-in-einer-kneipe-16299716.html