Wir wollen die Höfe retten

Bei den Haushaltsberatungen im Deutschen Bundestag gehörte Jörn König zu den Mitunterzeichnern eines Änderungsantrages zum Einzelplan des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Darin kritisiert die AfD-Bundestagsfraktion die Bereitstellung von „75 Millionen Euro für Marketingmaßnahmen“, die die Bundesregierung in dieser Legislaturperiode ausgeben möchte, um ein „Tierwohllabel“ einzuführen.
Nach Auffassung der AfD-Faktion gibt es bereits „zahlreiche private Tierwohl-Initiativen“. König: „Eine staatliche Tierwohlkennzeichnung ist in Gänze abzulehnen. Das ist Geldverschwendung, diese Millionen sollten lieber in die Erhaltung der bäuerlichen Landwirtschaft gesteckt werden.“
Für König ist klar: „Um die Bauern und die Landwirtschaft müssten wir uns mehr kümmern. Schon wegen des Essens als Grundlage unserer Existenz und unser Gesundheit, aber auch wegen der Pflege unserer weltweit einzigartigen Kulturlandschaft. Deutschland ist ein Universum an Landschaften vom Wattenmeer bis zum Hochgebirge der Alpen.“
Die Haushaltswoche des Deutschen Bundestages stand im Zeichen des Bauernprotestes. Am 26. November kamen aus allen Teilen des Landes die Landwirte, um für eine Verbesserung ihrer Arbeits- und Lebensbedingungen zu demonstrieren. Offiziell waren vom Veranstalter keine AfD-Vertreter eingeladen. Nur die alten Parteien durften reden.

Trotzdem ließ es sich Jörn König nicht nehmen, sich kurzzeitig aus dem Plenum des Deutschen Bundestages abzumelden, um sich mit den protestierenden Bauern am Brandenburger Tor zu solidarisieren.