Zum Kampf gegen rechts gehört auch Wahlfälschung

Ein Wahlhelfer gibt zu: Weil sein Herz links schlage, habe er nicht hinnehmen wollen, dass die AfD so viele Stimmen erhalte. Also habe er AfD-Stimmen einfach für die Grünen gezählt. Ein schlechtes Gewissen habe er dabei nicht gehabt, er würde es zukünftig wieder tun.

Das Establishment spielt das als unbedeutenden Einzelfall herunter. In Wirklichkeit ist er jedoch alles andere als unbedeutend: Tagtäglich wird den Menschen über die Wir-schaffen-das-Medien eingehämmert, wie wichtig der „Kampf gegen rechts“ sei und nicht nur im Krieg und in der Liebe, sondern auch in diesem fast alles erlaubt sei.

Auch darf diese Wahlfälschung nicht isoliert betrachtet werden: Bürgerinnen und Bürger werden als Nazis und Rassisten beschimpft, wenn sie Sympathie zur AfD äußern oder zeigen. Parteifreunde werden beruflich benachteiligt, wenn sich sich aktiv für die AfD einsetzen. Der Verfassungsschutz wird als politische Waffe im Kampf gegen die AfD eingesetzt. Und wenn all das nichts hilft und manche trotzdem AfD wählen, dann ist die Wahlfälschung das letzte Mittel.

Bei allem Ärger darüber hat dieser Vorfall aber auch eine positive Seite: er offenbart den Zustand der Gesellschaft. Zum Ende der DDR gab es in einem zugegebenermaßen viel größeren Umfang ebenfalls Wahlfälschung, das heißt politische Gegner zeigen mit solchen Aktionen klar und deutlich, dass sie politisch bald am Ende sein werden.

https://www.tagesspiegel.de/berlin/afd-stimmen-fuer-die-gruenen-gezaehlt-staatsanwaltschaft-ermittelt-wegen-wahlbetrugs-in-brandenburg/24937160.html